Planetenstellungen Transit
Planetentransit
Ein kleiner dunkler Punkt, der über die Sonne wandert
Ein innerer Planet zieht vor der Sonnenscheibe vorüber: ein seltenes Ereignis, das zwingend geeignete Sonnenfilter erfordert.
- Erforderliche Ausrichtung
- Untere Konjunktion nahe der Ekliptikalebene
- Nächster Merkurtransit
- 13. November 2032
- Letzter Venustransit
- 5.–6. Juni 2012
01 / Übersicht
Planetentransit kennenlernen
Zieht Merkur oder Venus exakt zwischen Erde und Sonne hindurch und befindet sich nahe der Bahnebene, wandert eine kleine schwarze Scheibe über die Sonne: ein Transit. Die Bahnneigung macht solche Durchgänge selten – Merkur zeigt etwa 13 bis 14 Transite pro Jahrhundert, Venustransite treten paarweise im Abstand von acht Jahren auf, getrennt von über einem Jahrhundert Pause.
Ein historischer Maßstab für das Sonnensystem
Im 18. Jahrhundert reisten Astronomen um die Welt, um Venustransite zu timen und über Parallaxenmessungen den Abstand Erde–Sonne zu bestimmen. Es war die erste präzise Bestimmung der Astronomischen Einheit und ein Meilenstein internationaler Forscherkooperation.
Derselbe Effekt bei fernen Sternen
Derselbe geometrische Effekt treibt die Exoplanetensuche voran: Zieht ein Planet vor seinem Heimatstern vorbei, sinkt dessen Helligkeit um den Bruchteil eines Prozents. Teleskope wie Kepler und TESS entdeckten Tausende Welten durch exakt diese periodischen Lichtabfälle.
02 / Wichtigste Daten
Kernparameter
- Erforderliche Ausrichtung
- Untere Konjunktion nahe der Ekliptikalebene
- Nächster Merkurtransit
- 13. November 2032
- Letzter Venustransit
- 5.–6. Juni 2012
- Nächster Venustransit
- Dezember 2117
- Wiederkehr
- Etwa 13 Merkurtransite pro Jahrhundert
Daten- und Berechnungsnotizen
Perioden sind langfristige Durchschnitte. Bevorstehende Himmelsereignisse berechnet Termine unabhängig von der Simulationszeit; ein geometrischer Zeitpunkt ist nicht zwingend die beste lokale Beobachtungszeit.
03 / Beobachtungstipps
Beobachtungshinweise
- Zertifizierte Sonnenfilter sind Pflicht: Blicken Sie niemals ungeschützt oder mit unfiltrierten Optiken in die Sonne.
- Projektionsmethoden sind sicher und gestatten mehreren Personen das gemeinsame Beobachten.
- Merkurs Scheibchen ist winzig: Ein Teleskop ist nötig; eine Finsternisbrille allein reicht nicht aus.
04 / Quellen