Meteorströme Orionids
Orioniden
Unter den schnellsten Meteoren der Herbstnächte
Wieder Staub von Halley: nahe der Höchstgeschwindigkeit, mit einem breiten und nachsichtigen Maximum.
- Aktivitätszeitraum
- 2. Oktober bis 7. November
- Übliches Maximum
- Um den 21. Oktober
- ZHR unter idealem Himmel
- Etwa 20
01 / Übersicht
Orioniden kennenlernen
Die Orioniden erreichen Ende Oktober ihren Höhepunkt bei mäßiger Rate, doch ihre Meteore bewegen sich nahe der Obergrenze von etwa 66 km/s. Der Staub stammt erneut vom Kometen 1P/Halley; diesmal durchquert die Erde die andere Seite seiner Bahn. Die Raten ändern sich in der Woche um das Maximum kaum, sodass man nicht auf eine einzige Nacht angewiesen ist.
Ein flaches Maximum
Anders als bei den Quadrantiden ist dieser Partikelstrom breit, und mehrere Nächte vor und nach dem Maximum liegen nahe der Spitzenrate. Das macht den Meteorstrom ungewöhnlich wettertolerant: Zieht in einer Nacht Bewölkung auf, lohnt sich der Ausflug in der nächsten noch immer.
Der Radiant und der Orion
Der Radiant liegt nahe der erhobenen Keule des Orion und steigt nach Mitternacht mit dem Sternbild empor. Die Meteore selbst können an jeder Stelle des Himmels aufleuchten; wer nur den Radianten anstarrt, verpasst die längsten Leuchtspuren.
02 / Wichtigste Daten
Kernparameter
- Aktivitätszeitraum
- 2. Oktober bis 7. November
- Übliches Maximum
- Um den 21. Oktober
- ZHR unter idealem Himmel
- Etwa 20
- Mutterkörper
- Komet 1P/Halley
- Wiederkehr
- Jährlich Ende Oktober
Daten- und Berechnungsnotizen
Aktivitätszeiträume, Maximumstermine und Raten sind mehrjährige Mittelwerte; jedes Jahr weicht leicht ab, planen Sie daher nach den aktuellen Jahresvorhersagen.
03 / Beobachtungstipps
Beobachtungshinweise
- Das Maximum ist breit gefächert; mehrere Nächte davor und danach kommen ihm nahe.
- Der Radiant steigt nach Mitternacht an; die Stunden vor der Dämmerung sind am günstigsten.
- Die Meteore sind schnell: Mit bloßem Auge erscheinen die meisten als feiner, heller Strich, der im Nu verschwindet.
04 / Quellen